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Sep

Was hat der Kürbis mit Halloween zu tun?

Jack O’Lantern – wie der Kürbis zum Symbol von Halloween wurde

Jack mit der Laterne, wie sich der Kürbis auch übersetzt nennt, ist so fest mit Halloween verwurzelt wie kein anderes Symbol. Das Fest selbst stammt ursprünglich aus Irland und geht sogar zurück auf keltische Zeremonien und Bräuche.

Es ist bekannt, dass die Kelten Feste für ihren Sonnengott und ihren Totengott veranstalteten. Der Totengott Samhain wurde am 01. November eines Jahres gefeiert, da er den verstorbenen Seelen immer am 31. Oktober die Erlaubnis gab, nach Hause zurückzukehren. Da nicht nur Samhain, sondern auch die Geister der Toten, Dämonen und Hexen an diesem Tag ihr Unwesen trieben, brachten die Menschen ihnen viele Opfer dar, um sich vor ihnen zu schützen und sie milde zu stimmen. Auch kleine Gaben („treats“) vor den Häusern sollten die Geister besänftigen. Verkleidungen aus Tierköpfen und Tierfellen dienten dazu, die Geister zu erschrecken. Später entwickelte sich der Brauch, Gesichter in Rüben zu schnitzen. Die Rüben sollten den Geistern mitteilen, dass in diesem Haus schon eine verdammte Seele wohnte.

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Nachdem die Römer die Vorherrschaft über die Kelten übernommen hatten, ordnete Papst Gregor IV. an, dass viele keltische Bräuche zwar beibehalten, aber mehr an christliche Werte angepasst werden sollten. Von da an sollten bald alle Christen am 01. November „Tag aller Heiligen“ feiern. Im Englischen wird „Allerheiligen“ „all Hallows“ genannt. Der Abend am 31. Oktober heißt „All Hallows Evening“. Über die Jahre entstand daraus das Kurzwort Halloween.

Auf Grund der großen Hungersnot in den Jahren 1845 bis 1850 wanderten viele Iren nach Amerika aus und nahmen ihre Bräuche mit. Dort waren Rüben aber eher Mangelware und so schnitzte man bald Gesichter in Kürbisse. So entstand die Kürbislaterne Jack O’Lantern.

Wie kam der Kürbis zu seinem Namen – Jack O’Lantern?

Jack war der Legende nach ein geiziger irischer Schmied. Er trank für sein Leben gern, auch am „All Hallows Evening“. Da erschien der Teufel und wollte Jack mit in die Hölle nehmen. Jack willigte ein und wollte dem Teufel sofort seine Seele geben, wenn der ihm noch einen letzten Drink spendieren würde. Der Teufel verwandelte sich sodann in eine Münze, damit er den Abschiedstrunk auch bezahlen konnte. Da nahm Jack das Geldstück und steckte es schnell in seinen Geldbeutel. Dort befand sich ein silbernes Kreuz, was den Teufel an seine Münzgestalt band. Nach langen Verhandlungen ließ Jack den Teufel schließlich frei. Dieser hatte ihm versprochen, dass Jacks Seele auf immer und ewig frei sein solle.

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Nach Jacks Tod klopfte seine Seele am Himmelstor an. Doch dort wurde ihm kein Einlass gewährt, weil er immer geizig, schlecht und falsch gewesen war. Als er an die Höllentore kam wurde er auch dort fortgeschickt, da der Teufel sich strikt an sein Versprechen hielt. Deshalb schickte der Teufel Jack wieder zurück auf die Erde und gab ihm für den dunklen und kalten Weg ein Stück glühende Kohle mit. Jack legte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, damit er sich lange an ihr wärmen konnte. Jedes Jahr am „All Hallows Evening“ wandert nun Jacks Seele ruhelos mit der Rübenlaterne in der Hand umher.

Der Kürbis als Dekoration zu Halloween

Der Kürbis ist also untrennbar mit Halloween verbunden. Jedes Jahr Ende Oktober werden mit großer Begeisterung furchterregende Fratzen in unzählige Kürbisse geschnitzt.

Dafür sollte man unbedingt einen reifen Kürbis verwenden, denn dann lässt er sich besser bearbeiten. Zum Schnitzen ist ein großes schmales Messer bestens geeignet. Damit schneidet man zuerst denn Deckel ab und höhlt anschließend den Kürbis aus, sodass eine 2-3cm dicke Wand stehen bleibt. Zum Aushöhlen eignet sich ein Löffel sehr gut.

Bevor man das Gesicht ausschneidet, sollte man sich genau überlegen, wie Jack eigentlich aussehen soll. Damit nichts dem Zufall überlassen wird, kann man sich ein Gesicht am Computer ausdrucken, das Blatt auf den Kürbis auflegen und das Gesicht mit einem dicken Filzstift nachmalen, sodass die Linien auf dem Kürbis sichtbar werden. Oder man zeichnet die Umrisse von Hand außen auf den Kürbis. Nun gilt es nur noch, von innen nach außen zu arbeiten und die kleinen Teile zuerst auszuschneiden. Ist einmal ein Stück abgebrochen oder wurde zu viel abgeschnitten, kann das fehlende Teil mit einem Zahnstocher wieder drangesetzt werden.

Zum Schluss nur noch eine Kerze in die Kürbislaterne stellen oder künstliches Licht verwenden und fertig ist der legendäre Jack O’Lantern.

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1 Kommentar zu “Was hat der Kürbis mit Halloween zu tun?”

  1. Monika Says:

    Jack o lantern bzw. der Kürbis hat noch einen anderen Namen. Wie lautet der? Wer weiß es? Danke für eure Hilfe und: HAPPY HALLOWEEN!!!!!

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