13
Okt

Streiche zu Halloween

Halloween hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr durchgesetzt: Gespenster, Monster, Hexen und andere gruselige Gestalten gehören zum nächtlichen Erscheinungsbild, genauso wie ausgelassene Feten mit Glibber-Getränken und möglichst grausig aussehendem Essen. Auch die Filmindustrie hat sich dieser „Horrornacht“ schon vielfach angenommen. Hexen-, Vampir-, und andere Gruselfilme stehen an diesem Tag bei jedem Fernsehsender im Programm. Und in der Halloweennacht vom 31. Oktober auf den 1. November sieht man kostümierte Kinder von Haus zu Haus ziehen und „Süßes oder Saures“ fordern. Doch was steckt eigentlich hinter dem Brauch der Streiche?

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Woher stammt der Brauch?

Samhain, so der keltische Namensursprung, war ein hoher Festtag, an dem das Jahresende sowie der jahreszeitliche Wechsel von Sommer zu Winter zelebriert wurden. Das alte Jahr endete jedoch mit Einbruch der Dunkelheit, während das neue Jahr erst mit Tagesanbruch begann. In dieser Nacht war der Schleier zwischen dem Totenreich und den Lebenden durchlässig. So konnten die Seelen der Verstorbenen umherwandeln und an den Ort ihres früheren Lebens zurückkehren. Damit die Toten auf Erden keine Späße trieben, musste man sich mit ihnen gutstellen. Oft wurde über Nacht der Kamin angelassen oder eine brennende Kerze ans Fenster gestellt. Dies sollte den Verstorbenen den Weg durch die finstere Nacht weisen. Außerdem wurde am Tisch ein zusätzliches Gedeck aufgetragen. Es sollte die Gegenwart eines geliebten verlorenen Menschen symbolisieren, diente aber auch als Bestechung. Dieses „Essen gegen Verschonung“ wird heute als der Vorläufer des „trick or treat“ angesehen.

Der Brauch des „trick or treat“ hat einen langen Weg bis zur heutigen Fassung durchlebt. Samhain, wie schon erwähnt, galt als Festtag, an dem man sich mit Leckereien verwöhnte. Die Kirche legte den Menschen jedoch später strenge Verhaltensregeln auf und der Brauchtum wurde in den Ursprungsländern der Kelten, also Irland, Schottland und Wales, aus Angst vor Verhaftungen nur noch heimlich begangen. Erst durch die Auswanderer in Amerika kam der alte Brauch wieder auf. In Zeiten der Not der 1930er Jahre wurden kleinen Kindern zum 31. Oktober kleine Leckereien zugesteckt.

Süßes oder Saures

Heute ist „trick or treat“ (im Deutschen „Süßes, sonst gibt’s Saures“ oder kurz „Süßes oder Saures“) nicht nur in Amerika fester Bestandteil des Halloweenabends, sondern auch in Europa. Die Kinder dürfen länger aufbleiben, ziehen nach Anbruch der Dunkelheit in Kostümen von Haus zu Haus und sammeln viel Süßes von den Nachbarn. Teilweise artet diese Prozedur in einen regelrechten Wettkampf aus und Gewinner ist derjenige, der am meisten Süßigkeiten in seinem Beutel sammeln konnte. Dabei ist es nicht üblich, dass die Kinder – wie zum Beispiel beim Martinssingen – ein Lied oder ein Gedicht vortragen. Die Süßigkeiten sind vielmehr eine Art Bestechung, um von Streichen verschont zu bleiben.

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Treffen Kinder auf einen Halloweenmuffel, der weder Süßigkeiten noch Geld herausrückt, wird dieser mit einem Streich „bestraft“. Ein typischer Streich ist es zum Beispiel, Gegenstände mit Klopapier oder Zeitungspapier zu umwickeln. Auch das Um- und Wegräumen von Gegenständen aus dem Garten ist ein häufig praktizierter Streich, ebenso wie Klingelstreiche (entweder Klingeln und Wegrennen oder die Klingel mit Hilfe eines Klebestreifens dauerklingeln lassen). Üblich ist es auch, Türklinken zum Beispiel mit Ketchup zu beschmieren oder den Briefkasten mit Zeitungsschnipseln zu füllen.

Was ihr nicht tun solltet:
– etwas kaputtmachen
– Gegenstände so weit wegtragen oder so gut verstecken, dass der Besitzer sie nicht mehr wiederfinden kann
– Autos mit Zahnpasta oder Rasierschaum beschmieren, denn das gibt Lackschäden
– Eier an die Hauswand werfen, denn diese hinterlassen bleibende Flecken
– Flüssigkeiten in den Briefkasten leeren, denn möglicherweise wird wichtige Post unleserlich

Kurz gesagt: nichts, was bleibende Spuren hinterlässt.

Leider geht die Bilanz der Straftaten an Halloween immer in die Höhe. In der Nacht wird ausgiebig gefeiert, oft mit viel Alkohol und die kriminelle Energie kommt bei vielen zum Vorschein. Diebstähle und Sachbeschädigungen an Häusern und Autos gehören zu den Delikten, die Polizisten am Morgen der Hallooween-Nacht aufklären müssen.

Kennst Du lustige, originelle oder auch schlechte Halloweenstreiche? Dann freuen wir uns auf Deinen Kommentar!

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3 Kommentare zu “Streiche zu Halloween”

  1. alexandra Says:

    Ich finde es total doof,wenn die hauswände mit eiern oda klopapier beworfen werden!!!!!
    Schaden in autos,…usw..
    sind nur dumm,denn der besitzer ärgert sich,und wenn die polizei den übeltätern auf die spur kommen,is des gar ned gut!!
    Aber ein paar kleine Streiche, wie zahnpasta unter den türklinken oder hauswand mit wasser bespritzen,kann man sich schon erlauben↓!!!!<3
    na dann:fröhliches halloween!!!!÷

  2. denis Says:

    Ich liebe Halloween und suche noch Streiche, aber muss es denn gleich Sachbeschädigung sein?

  3. Christopher Schönemann Says:

    diese nummer mit den streichen ist einfach nur albern. aber ist doch völlig klar, das sowas schönes wie samhain bei uns deutschen wieder völlig ausartet.

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